Körperliche Erkrankungen und Schmerzen

Wenn eine körperliche Erkrankung das Leben verändert

erschoepfte frauEine körperliche Erkrankung betrifft nie ausschließlich den Körper, sondern beeinflusst auch das psychische Erleben, das soziale Umfeld und den Alltag. 

Sie kann verunsichern, Kraft kosten und das Gefühl verstärken, den eigenen Körper nicht mehr zuverlässig einschätzen zu können.

Besondere Herausforderungen bei Schilddrüsen- und Autoimmunerkrankungen

Schilddrüsen- und Autoimmunerkrankungen gehen häufig mit unspezifischen, wechselnden oder schwer einordenbaren Symptomen einher. 

Der Weg zu einer eindeutigen Diagnose ist oft lang – und vielleicht begleitet von dem Gefühl, mit den eigenen Beschwerden nicht ausreichend verstanden zu werden.

Die Unvorhersehbarkeit von Symptomen sowie die Notwendigkeit einer langfristigen medizinischen Begleitung können emotional belastend sein und das Vertrauen in den eigenen Körper beeinträchtigen.

 

Möglicherweise erkennen Sie sich in einem oder mehreren der folgenden Bereiche wieder:

Körperliche Belastungen

  • Antriebslosigkeit und Müdigkeit 
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Gewichtsab- oder -zunahme
  • Verdauungsprobleme
  • Schlafstörungen

 

Psychische und emotionale Belastungen

  • Verunsicherung im Umgang mit dem eigenen Körper
  • Sorgen und Grübeln über Symptome und Krankheitsverlauf
  • Stimmungsschwankungen
  • Angst vor Verschlechterung oder vor neuen Beschwerden
  • Gefühl von Kontrollverlust oder Hilflosigkeit

 

Veränderungen im Verhalten

  • Rückzug aus sozialen oder beruflichen Aktivitäten
  • Schon- oder Vermeidungsverhalten
  • Schwierigkeiten, eigene Grenzen realistisch einzuschätzen
  • Erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber körperlichen Symptomen
  • Anpassung des Alltags an die Erkrankung

 

Eine chronische Erkrankung bringt Veränderungen mit sich – sie muss jedoch nicht bestimmen, wie Sie sich fühlen und wie Sie Ihr Leben gestalten.

 

Chronische Schmerzen – mehr als ein körperliches Symptom

Chronische Schmerzen bestehen über einen längeren Zeitraum und können unterschiedliche Körperbereiche betreffen. Sie entstehen nicht immer aufgrund einer klar erkennbaren körperlichen Ursache, sondern häufig durch ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren.

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Nervensystem. Ist es über längere Zeit übermäßig aktiviert – zum Beispiel durch Stress, anhaltende Belastungen oder frühere Schmerzerfahrungen – kann es besonders empfindlich auf Reize reagieren. 

Diese anhaltende Aktivierung kann dazu beitragen, dass Schmerzen intensiver wahrgenommen werden und sich verfestigen. Schon- und Vermeidungsverhalten sowie weitere Einschränkungen im Alltag können die Folge sein. 

 

Psychologische Unterstützung bei körperlichen Erkrankungen und Schmerzen

Die Behandlung körperlicher Erkrankungen und chronischer Schmerzen erfordert in der Regel einen multimodalen Ansatz. Neben einer sorgfältigen medizinischen Diagnostik und Behandlung sowie gegebenenfalls physiotherapeutischen Maßnahmen stellt auch die klinisch-psychologische Diagnostik und Behandlung einen wesentlichen Bestandteil dar.

 

Als Klinische- und Gesundheitspsychologin unterstütze ich Sie dabei:

  • Körperliche Symptome und Schmerzreaktionen besser zu verstehen und einzuordnen
  • Den Umgang mit einer körperlichen Erkrankung oder chronischen Schmerzen zu erleichtern
  • Stressbelastungen zu reduzieren
  • Das Vertrauen in den eigenen Körper schrittweise zu stärken

 

Ziel ist, die Lebensqualität trotz bestehender Beschwerden nachhaltig zu verbessern.

 

Methoden: 

  • Psychoedukation 
  • Stress- und Schmerzbewältigungsstrategien
  • Ressourcenaktivierung
  • Vermittlung von Entspannungstechniken
  • Genusstraining
  • Aufmerksamkeitslenkung und Achtsamkeit
  • Techniken der positiven Psychologie
  • Brainspotting