Achtsamkeitstraining

Der Begriff Achtsamkeit ist heute weit verbreitet – und das aus gutem Grund! Nach Jon Kabat-Zinn bedeutet Achtsamkeit, die Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu richten: im Hier und Jetzt und ohne zu bewerten.

 

Gegenwärtigkeit und Nicht-Bewertung – das Fundament der Achtsamkeitspraxis. 

 

Gegenwärtigkeit

Im Alltag sind unsere Gedanken häufig mit Vergangenem oder mit zukünftigen Anforderungen beschäftigt. Permanentes Vorausdenken und Grübeln können innere Unruhe verstärken und Stress begünstigen. Achtsamkeit unterstützt dabei, die Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu lenken und mit dem in Kontakt zu kommen, was gerade ist.

 

Nicht-Bewertung

Achtsamkeit lädt dazu ein, aus dem gewohnten „Autopiloten“ auszusteigen und den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen. Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen werden beobachtet, ohne sie sofort einzuordnen, zu bewerten oder verändern zu wollen. Diese wertfreie, akzeptierende Haltung kann das psychische Wohlbefinden fördern und den Umgang mit Belastungen erleichtern.

 

Regelmäßiges Achtsamkeitstraining kann dazu beitragen: 

  • Stress zu reduzieren 
  • innere Ausgeglichenheit zu entwickeln 
  • einen bewussteren und freundlicheren Umgang mit sich selbst zu fördern 
  • Konzentration und Aufmerksamkeit zu stärken
  • das allgemeine Wohlbefinden langfristig zu unterstützen

 

In meiner Praxis vermittle ich verschiedene Achtsamkeitsübungen, die alltagstauglich sind und sich gut in das tägliche Leben integrieren lassen. Nachfolgend stelle ich Ihnen eine dieser Übungen exemplarisch vor.

 

Body Scan

Der Body Scan ist eine zentrale Übung aus der Achtsamkeitspraxis. Dabei wird die Aufmerksamkeit systematisch und in ruhigem Tempo durch verschiedene Bereiche des Körpers gelenkt. Ziel ist es, Körperempfindungen bewusst wahrzunehmen – ohne sie zu bewerten oder verändern zu müssen.

Diese Form der achtsamen Körperwahrnehmung kann helfen, frühzeitig Spannungen zu erkennen, die Verbindung zum eigenen Körper zu vertiefen und einen Zustand von Ruhe und Präsenz zu fördern. 

 

Förderung der Körperwahrnehmung

Der Body Scan unterstützt dabei, die Aufmerksamkeit von kreisenden Gedanken und Sorgen weg und hin zum eigenen Körper zu lenken. Durch die bewusste Hinwendung zu körperlichen Empfindungen wird die Wahrnehmung für körpereigene Signale geschärft. Auf diese Weise kann eine differenziertere Verbindung zum eigenen Körper entstehen und frühe Anzeichen von Anspannung oder Belastung werden besser erkannt.

 

Unterstützung im Umgang mit Schmerzen

Im Body Scan werden körperliche Empfindungen – auch unangenehme – bewusst wahrgenommen und in einer akzeptierenden Haltung beobachtet. Anstatt Schmerzen zu ignorieren oder zu verdrängen, wird gelernt, ihnen aufmerksam und nicht bewertend zu begegnen. Dies kann dazu beitragen, das Körperbewusstsein zu stärken und den Umgang mit Schmerzen zu erleichtern. 

 

Reduktion von Grübeln, Stress und Ängsten

Durch die fokussierte Aufmerksamkeit auf einzelne Körperbereiche und deren Empfindungen wird die Wahrnehmung im gegenwärtigen Moment verankert. Dies kann helfen, gedankliches Abschweifen, Grübeln und innere Unruhe zu reduzieren.

Der Body Scan eignet sich sowohl als eigenständige Übung als auch als unterstützendes Element im Alltag.